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Jägerfrühstück 2020 Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Sonntag, den 09. Februar 2020 um 13:24 Uhr

30. Jägerfrühstück der Jägerschaft Grafschaft Bentheim

Am 4.Sonntag im Januar fand das traditionelle „Jägerfrühstück“ in der Nordhorner Gaststätte Deters statt. Die Veranstaltung wurde eröffnet und umrahmt durch die Klänge der Jagdhornbläsergruppe Lohne.

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Jagdhornbläsergruppe Lohne

Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste ging der Vorsitzende der Jägerschaft, Thomas Heils, auf die Stellung der Jägerschaft ein, die in der Grafschaft nach wie vor in der Mitte stehe. Man sei froh darüber für die Grafschaft einen Beitrag zu leisten. Ziel der Veranstaltung sei ein come together, Zeit für einander und Gespräche in lockerer Atmosphäre zu haben. Wald und Waldwirtschaft sah er unter der Berücksichtigung des weltweiten Klimawandels als Thema mit starker Verbindung zur Jägerschaft. Er bedankte sich für die stets produktive Zusammenarbeit mit dem Landkreis, die zielorientierten Gespräche und die Begleitung von Projekten wie den Bau der RSA. Man könne vieles schaffen, wenn man zusammensteht.

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Ehrengäste

Landrat Uwe Fietzek machte die enge Zusammenarbeit zwischen Jagdwesen und Landkreis deutlich. Es folgte ein Blick auf den Stand und die Bedeutung des Baus der RSA. Weiterhin ging er ein auf die Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben durch die Jägerschaft auch als Partner bei drohenden Tierseuchen wie ASP. „Wir brauchen gut ausgebildete Jäger!“

Während des folgenden Frühstücks nutzten die Gäste die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen.

Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates gab den anwesenden Gästen zunächst einen Eindruck von seiner Lobbyarbeit als Mitglied des Bundestages und Landtagsabgeordneter. Er betonte die Bedeutung Repräsentanten unter sich zu haben und die Notwendigkeit der Einbindung von Jägern im Bereich der Politik.

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Es folgte die Vorstellung des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. als Dachorganisation der Deutschen Forstwirtschaft. Besonders interessant war der Steckbrief des deutschen Waldes mit einem Waldflächenanteil von 32 Prozent, Holzvorrat: 3,7 Mrd. Kubikmeter, Holzzuwachs: 120 Mio. Kubikmeter pro Jahr und Holzernte: 76 Mio. Kubikmeter pro Jahr. Der deutsche Wald liefert jährlich 76.000.000 m³ Rohholz, bietet damit 1.100.000 Menschen dauerhaft Beschäftigung, generiert einen jährlichen Gesamtumsatz von 180.000.000.000 €! Er ist mit 11.400.000 ha der größte deutsche Süßwasserspeicher, wird von 55.000.000 Waldbesuchenden mind. einmal jährlich zur Erholung genutzt und bindet jährlich 126.000.000 t CO2 als Klimaschutzleistung.Forstwirtschaft in Deutschland umfasst 48 % Privatwald, 33 % Staatswald und 19 % Kommunalwald. Die durchschnittliche Größe der Privatwälder in Deutschland liegt bei kleiner 2 Hektar. Forstwirtschaft sei ein schwieriges Kapitel. Im Unterschied zur Landwirtschaft, wo man in Jahresfrist reagieren kann, hat die Forstwirtschaft andere Voraussetzungen. Der Waldwirt muss langfristig denken. Er betonte die Bedeutung nachhaltiger Forstwirtschaft im Hinblick auf Klimaschutz und Biodiversität. Der bewirtschaftete Wald leistet mehr als der tote, dunkle Wald.

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Es folgte ein Blick auf die Bedeutung der Ausschüsse des DFWR. Abschließend stellte er das Präsidium, die Geschäftsstelle, die Aufgaben und Ansprechpartner des Verbandes und das politische Umfeld vor.

Dann ging er ein auf das Thema Wald und Wild. Bau von Zäunen zum Schutz von Pflanzen sah er als falsch an. Der richtige Weg zu angepassten Waldbeständen sei unter Fachleuten nicht so umstritten wie es dargestellt werde. Wald und Wild gehören zusammen. Wichtig ist das Umsetzen dessen, was in gegenseitigem Interesse sachlich notwendig sei. Geregelt werden sollten die Dinge mit möglichst wenig Ideologie. Er wünsche sich, dass Jäger und Waldbesitzer sich an einen Tisch setzen und zusammenarbeiten. „Es gibt viel zu tun, packen wir es an. Wald und Wild gehören zusammen.“

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Der Vorsitzende bedankte sich für den lebhaften und anschaulichen Vortrag. Jäger, Naturschützer und Waldbesitzer müssen die Grafschaft nach vorne bringen. „Wir sind nicht immer einer Meinung, sollten miteinander reden und den Konsens suchen. Zusammen können wir viel erreichen.“

 

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