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Jagdhorn blasen
Jugendliche spielen Jagdhorn Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Samstag, den 21. März 2020 um 13:23 Uhr

Außergewöhnliches Hobby: Jugendliche spielen Jagdhorn

Fünf verschiedene Töne lässt das Jadhorn zu. Die allerdings haben es in sich - und setzen intensive Übungen voraus. Erst mit viel Geduld und Spucke lassen sich bei den Fortgeschrittenen dann nicht nur Jagdsignale, sondern auch einfache Melodien spielen.
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Foto: Hille

Einmal, zwei Mal, drei Mal setzt Emilia das Mundstück des Jagdhorns an, um Töne aus ihm herauszupressen. Erst dann ist die 15-Jährige aus Samern halbwegs zufrieden. „Wenn die Lippen nicht geschmeidig sind, wird das nichts“, redet ihr Klaus Neesen, Obmann der Jagdhornbläser im Hegering Schüttorf, beruhigend zu. Fünf Töne sind es, die das Pleßhorn erzeugen kann. Fünf Töne, die in erster Linie als Jagdzeichen gebraucht werden und mit denen die Waidmänner sich untereinander verständigen und informieren. „Das hört sich wenig und somit recht einfach zu erlernen an. Dahinter steckt allerdings mehr Übung als man denkt“, weiß Neesen. Kulturgut in Smartphonezeiten. Dem stimmt auch Emilia zu. Seit drei Jahren ist sie Mitglied der Bläsergruppe, engagiert sich seitdem in Smartphonezeiten auf das Bewahren von altem Kulturgut. „Ich komme aus einer Jägerfamilie“, erklärt der Teenager sein Faible für diese besondere musikalische Prägung. „Meine Eltern und Großeltern sind Jäger und ich selbst habe als Reiterin schon an so mancher Fuchsjagd teilgenommen. Leider fanden die Reiterwettbewerbe dort immer ohne Bläser statt. Deshalb hatten meine Cousine und ich damals gesagt: Warum sollen wir uns dafür nicht zur Verfügung stellen“, erklärt sie ihre Beweggründe. Während ihre Mitstreiterin aufgrund ihres Studiums inzwischen wieder aus der Gruppe ausgestiegen ist, gibt es aber „in der Klasse noch zwei weitere Interessenten, die einsteigen wollen“.

„Dass junge Menschen Spaß am Jagdhornblasen haben, ist leider nicht mehr selbstverständlich“, bedauert Obmann Klaus Neesen. Allerdings sei seine Gruppe mit 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Region gut aufgestellt. „Die jüngste Spielerin zählt 15 Lenze, der älteste ist über 80. Das Durchschnittsalter liegt zwischen 50 und 60 Jahren“, bemüht Neesen ein wenig die Statistik. Einmal in der Woche trifft sich die Gruppe unter der Regie von Übungsleiter Hermann Sundag zum gemeinsamen Spiel, ansonsten ist auch jeder daheim im eigenen Kämmerlein gefragt.

Üben, üben, üben. Der 19-jährige Jason, gerade zwei Monate mit am Start, nutzt speziell die häusliche Ruhe, um sich mit dem Jagdhorn vertraut zu machen. „Drei Töne bekomme ich schon hin“, grinst der angehende Zimmermann. Anfangs, so berichtet er, hätten seine Lippen nach den Proben schon sehr gekribbelt. „Sie müssen sich erst an das Mundstück gewöhnen. Die Luft muss gezielt in die Öffnung geblasen werden. Das ist zunächst das Schwierigste“, klärt Neesen auf. Während Emilia noch mit einer jagdlichen Ausbildung liebäugelt, hat Jason seinen Jagdschein vor dem Beitritt zur Bläsergruppe bereits gemacht. „Mein Vater hat mich dann ein wenig in die musikalische Richtung gebracht. Ich habe die Bläser bei den Jagden wohl immer gehört, die Jagdhütte liegt nicht weit von unserem Haus entfernt. Irgendwann dachte ich: Probiere ich‘s halt mal“, sagt der junge Mann. In den Freundeskreisen ist das Jagdhornblasen übrigens für beide kein Thema. „Da spricht man nicht wirklich drüber“, meint Emilia. Aber viele ihrer Klassenkameradinnen seien Mitglied im Spielmannszug: „Und das ist ja auch Tradition.“ Instrument dient zur Verständigung. Ursprünglich benutzten die Jäger zur Verständigung untereinander ein Tierhorn. Das wurde Anfang des 19. Jahrhunderts durch das metallene Fürst-Pleßhorn, benannt nach dem Oberjägermeister Fürst von Pleß, ersetzt. Mit ihm können fünf Töne erzeugt werden, die nicht nur als Jagdsignale dienen, anhand derer man sogar kleine Melodien gestalten kann. Mit den Jagdleitsignalen, so erläutert Klaus Neesen, Obmann der Bläsergruppe im Hegering Schüttorf, werden „die Jäger geführt. Die Signale verraten ihnen, ob sie beispielsweise stehenbleiben oder weitergehen sollen. Oder es ertönt ‚der Hahn in Ruh‘. Heißt übersetzt: Der Finger sollte vom Abzug des Gewehres genommen werden. Heute wird zwar für derartige Mitteilungen auch schon das Funkgerät oder das Handy eingesetzt, dennoch bleibt das Jagdhorn für diese Zwecke aktuell.“

Der Hahn in Ruh. Eine weitere Aufgabe, die die Bläser übernehmen, ist das Verkünden der Totsignale. „Für jede Tierart gibt es ein eigenes Signal. Wir reden davon, dass nach Abschluss der Jagd die Strecke verblasen wird. Zu Ehren jedes erlegten Tieres und zur Würdigung der Kreatur wird ein Ton geblasen.“ Daneben widmet sich die musikalische Gruppe durch Auftritte bei Feiern und Veranstaltung dem Erhalt der Tradition. Da geht es dann weniger um Signalzeichen als vielmehr um Unterhaltung beispielsweise durch kleine Märsche. Beim „grünen Abitur“, der Jägerprüfung, ist das Erkennen der Jagdsignale für die Probanden Pflicht. „Im Umkehrschluss sind aber nicht alle Bläser Jäger“, stellt Klaus Neesen klar: „Sie haben jedoch zumindest Interesse an der Jagd.“

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Nicht nur auf der Jagd, auch bei Feiern und Veranstaltungen sind die Jagdhornbläser gefragt.
Foto: Hille

Text: Susanne Menzel

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Bläsergruppe Lönsberg Landessieger Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Donnerstag, den 04. Juli 2019 um 19:31 Uhr

Bläsergruppe Lönsberg Landessieger

 

Am vergangenen Sonntag fand auf dem Gelände des Jagdschlosses Clemenswerth in Sögel der Landeswettbewerb im Kür-Wertungsblasen statt.

 

55 Jagdhornbläsergruppen (darunter 4 Gästegruppen aus benachbarten Bundesländern) mit rund 800 Teilnehmer/innen traten in 4 Wertungsklassen gegeneinander an.

 

23 Gruppen waren in der Mittelstufe gemeldet, mit dabei zwei Jagdhornbläsergruppen aus der Jägerschaft Grafschaft Bentheim.

 

Die Jagdhornbläsergruppe Wietmarschen belegte mit 338 Punkten den 12.Platz.

 

Den Landessieg erreichte mit 373 Punkten die Bläsergruppe Lönsberg mit ihren vorgetragenen Stücken Lönsberg-Ruf und Drückjagd-Fieber, vom Leiter der Gruppe, Kunibert Zirkel, komponiert.

 2019 bläser landessieger

 

Als dritte teilnehmende Gruppe erzielte die Jagdhornbläsergruppe Laar-Emlichheim in der Oberstufe mit 349 Punkten bei 14 teilnehmenden Gruppen in dieser Wertungsklasse den 9. Platz.

 

Ein besonderer Höhepunkt war sicher das gemeinsame Abschlussblasen aller anwesenden Bläsergruppen, von dem sich auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Gitta Connemann MdB sehr beeindruckt zeigte.

 

Kunibert Zirkel

 
Bericht Jagdhornblasen 2018 Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Donnerstag, den 25. April 2019 um 19:38 Uhr

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2019 der Jägerschaft Grafschaft Bentheim

 

Die Obleute für das Jagdhornblasen der Jägerschaft Grafschaft Bentheim trafen sich am 20.2.2019 in der Gaststätte Deters in Nordhorn zu einer Besprechung mit jagdmusikalischen Themen.

 

Rückblick

Am 18./19. August 2018 fand auf dem Gelände des Schlossparkes Alsdorf/Schönewalde der 2. Jagdhornbläserwettbewerb auf europäischer Ebene des Landesjagdverbandes Brandenburg statt.

Zwei Niedergrafschafter Jagdhornbläsergruppen unter der Leitung des Obmannes für das Jagdhornblasen in der Jägerschaft Grafschaft Bentheim (Kunibert Zirkel) hatten sich zu diesem Jagdhorn-Event angemeldet.

In der Wertungsklasse B belegte die Jagdhornbläsergruppe De Grenzbloasers mit vorgetragenen Signalen und einem Vortragsstück den 2. Platz mit 668,5 Punkten und dem Prädikat "sehr gut".

Die Bläsergruppe Lönsberg war in der höchsten Wertungsklasse A gemeldet. Mit den Pflichtsignalen und ihrem selbst gewählten Vortragsstück, dem Lönsberg-Ruf, erzielte die Gruppe den 2. Platz mit 742 erreichten Punkten und der verliehenen höchsten Prädikatsstufe "ausgezeichnet".

Ein buntes Rahmenprogramm des Veranstalters rundete eine insgesamt gelungene jagdmusikalische Veranstaltung ab.

 

Ausblick

Die Landesjägerschaft Niedersachsen bietet für die Jagdhornbläsergruppen am 30.6.2019 auf dem Gelände des Jagdschlosses Clemenswerth einen Landeswettbewerb im Kür-Wertungsblasen an.

Jubiläen 2020: 20-jähriges Bestehen der Jagdhornbläsergruppe Lönsberg, 30-jähriges Bestehen der Jagdhornbläsergruppe Laar-Emlichheim.

 

Kunibert Zirkel

(Obmann für das Jagdhornblasen)

 
2. Jagdhornbläserwettbewerb auf europäischer Ebene in Alsdorf (Brandenburg) Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Montag, den 04. März 2019 um 19:39 Uhr

2. Jagdhornbläserwettbewerb auf europäischer Ebene in Alsdorf (Brandenburg)

 

Am 18./19. August 2018 fand auf dem Gelände des Schlossparkes Alsdorf/Schönewalde der 2. Jagdhornbläserwettbewerb auf europäischer Ebene des Landesjagdverbandes Brandenburg statt.

Zwei Niedergrafschafter Jagdhornbläsergruppen, die ihre Aus- bzw. Fortbildung an der Musikschule Niedergrafschaft erhalten, hatten sich bereits im Frühjahr zu diesem Jagdhorn-Event angemeldet.

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In der Wertungsklasse B belegte die Jagdhornbläsergruppe De Grenzbloasers mit den vorgetragen Signalen und einem Vortragsstück den 2. Platz mit 668,5 Punkten und dem Prädikat "sehr gut".

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Die Bläsergruppe Lönsberg war in der höchsten Wertungsklasse A gemeldet. Mit den Pflichtsignalen und ihrem selbst gewählten Vortragsstück, dem Lönsberg-Ruf, erzielte auch diese Gruppe den 2. Platz mit 742 erreichten  Punkten und dem Prädikat "ausgezeichnet".

 

Ein buntes Rahmenprogramm des Veranstalters rundete eine insgesamt gelungene jagdmusikalische Veranstaltung ab.

Kunibert Zirkel

 
Bericht Jagdhornblasen für 2017 Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Freitag, den 04. Mai 2018 um 15:33 Uhr

2017 Bericht Jagdhornblasen

 

Das alljährliche Treffen der Kreisobleute für das Jagdhornblasen fand am 4. Januar 2018 in Schwagstorf statt.

 

Die Obleute für das Jagdhornblasen der Jägerschaft Grafschaft Bentheim trafen sich am 21.2.2018 in der Gaststätte Deters zu einer Besprechung mit jagdmusikalischen Themen.

 

Rückblick

Der 34. Landeswettbewerb im Jagdhornblasen des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz fand am 28. Mai 2017 im Kloster Marienstatt (Westerwald) statt. Mit dabei waren zwei Grafschafter Jagdhornbläsergruppen.

 

 

In der Wertungsklasse C erreichte die Bläsergruppe De Grenzbloasers in der Gesamtwertung Platz 2.

In der Wertungsklasse A landete die Jagdhornbläsergruppe Lönsberg auf dem 3. Platz in der Gesamtwertung.

 

Beim Kürwertungsblasen am 18.6.2017 in Rastede belegte die Jagdhornbläsergruppe Wietmarschen in der Gesamtwertung Platz 8.

 

Ausblick

10.6.2018 Niedersächsischer Landeswettbewerb im Jagdhornblasen in Springe

18.8.2018 Landeswettbewerb im Jagdhornblasen des LJV Brandenburg

 

Kunibert Zirkel

 



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