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27. Jägerfrühstück Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Montag, den 30. Januar 2017 um 20:34 Uhr

27. Jägerfrühstück in der Grafschaft Bentheim

Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur haben sich am 4.Sonntag im Januar von der Grafschafter Jägerschaft zum traditionellen „Jägerfrühstück“ in der Nordhorner Gaststätte Deters einladen lassen.

Die Jäger nutzten auch die 27. Auflage des Neujahrsempfangs als Möglichkeit, ihre Kontakte zu pflegen und bedankten sich für die zu Ende gegangene Jagdsaison.

Die Veranstaltung wurde eröffnet und umrahmt durch die Klänge der Jagdhornbläsergruppe Hubertus aus Esche-Osterwald unter der Leitung von Dietmar Krüger.

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Jagdhornbläser Hubertus Esche-Osterwald

Im Namen der Jägerschaft des Landkreises Grafschaft Bentheim begrüßte der stellvertr. Vorsitzende der Jägerschaft Reinhard Mönch die zahlreichen Gäste herzlich zum 27. Grafschafter Jägerfrühstück. Seine Grüße galten besonders dem Vorsitzenden, Thomas Heils, der leider aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte.

Landrat Friedrich Kethorn bedankte sich für die Einladung zum Grafschafter Jägerfrühstück 2017. Dieser Termin zu Beginn eines jeden Jahres sei in den Terminkalendern der Verwaltung stets rot unterstrichen, was die Bedeutung unterstreiche, die diese Veranstaltung genieße.

Er ging dann auf einige jagdliche Themen ein. Zunächst auf die Rabenkrähenverordnung, die den Landkreis nach wie vor beschäftigt. Bekanntlich habe der Landkreis Grafschaft Bentheim am 2013 auf Antrag der Jägerschaft mit der sogenannten Rabenkrähenverordnung die Schonzeit für Rabenkrähen vorübergehend für den Monat Juli 2013 aufgehoben. Gegen die Verkürzung der Schonzeit hatte sich der NABU gewandt.. Daraufhin hatte das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen die Verordnung einstweilen außer Vollzug gesetzt. Im Hauptsacheverfahren, das sich über fast drei Jahre hingezogen hat, für Recht erkannt, dass der Normenkontrollantrag des NABU unzulässig sei. Das Gericht hatte die Revision zum Bundesverwaltungsgericht nicht zugelassen. Gegen die Nichtzulassung der Revision hat der NABU beim Oberverwaltungsgericht Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Der Rechtsstreit werde sich also noch eine Weile hinziehen.

Ein weiteres Thema war die Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen. In der Grafschaft Bentheim läge kein Antrag vor. Es bleibe abzuwarten, wie sich diese Thematik weiter entwickele.

Auch in 2016 haben die Mitarbeiter der Waffenbehörde wieder die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition überprüft. In 2015 war dieser Wert der Beanstandungen mit 8% deutlich geringer. Daher würden solche Tatbestände in diesem Jahr nicht mehr lediglich mit einer Verwarnung geahndet, sondern durch empfindliche Bußgelder.

In der konstituierenden Sitzung des Kreistages am 17. November 2016 stand auch die Bildung des Jagdbeirates an. Die seitens der Landesjägerschaft und der Naturschutzbehörde vorgeschlagenen Personen, wurden durch politische Störfeuer nicht in dieser Sitzung gewählt, sondern erst später bestätigt.

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Der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Mönch, dankte dem Landrat für sein Grußwort. Die Jägerschaft Grafschaft Bentheim ist seit einiger Zeit bereits Mitglied im Natur-Netz Niedersachsen (NNN). Daher böte es sich an den Vorsitzenden Hartmut Schrap auf Ziele und Bedeutung dieser Vernetzung als Brückenbauer im Natur- und Umweltschutznetzes hinweisen zu lassen.

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Frau Marianne Brunklaus dankt Herrn Hartmut Schrap mit einem Präsent für den Vortrag.

Im Natur-Netz Niedersachsen haben sich niedersächsische Natur- und Umweltstiftungen zusammen getan, um für einen besseren Naturschutz in Niedersachsen gemeinsam einzutreten. Die Initiative der Vernetzung ging von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung aus und wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit gefördert. Das NNN ist Brückenbauer zwischen Naturnutzern und Naturschützern, zwischen staatlichem Naturschutz und Verbandsnaturschutz. Zu den wesentlichen Aufgaben gehört die Beratung und Förderung der in unserem Netzwerk zusammengeschlossenen Stiftungen durch gemeinsamen Austausch und Aktionen. Die Ziele würden umgesetzt durch gemeinsame landesweite und/oder regionale Projekte. Ein besonders wichtiges Ziel des Netzwerkes sei die Umweltbildungsarbeit. Ein weiteres wesentliches Ziel sei neben der Durchführung von Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, die Durchführung von Maßnahmen, Projekten usw. zum Gewässerschutz. Am Beispiel der Grafschaft Bentheim ging er näher auf die 1999 gegründete Naturschutzstiftung gegründet mit dem Ziel, einen Biotopverbund in der Grafschaft Bentheim aufzubauen und über ein Ökokonto Kompensationsverpflichtungen von Eingriffsverursachern abzulösen, ein. Die Stiftung habe eine beachtliche Entwicklung genommen. Er betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der hiesigen Landwirtschaft, aber auch mit vielen weiteren Akteuren wie der Jägerschaft, den Unterhaltungsverbänden, den Naturschutzverbänden, den kommunalen Gebietskörperschaften im Landkreis Grafschaft Bentheim. Ein landesweites Netzwerk aus Natur- und Umweltstiftungen gibt es bisher ausschließlich in Niedersachsen. Es habe auch Modellcharakter für andere Bundesländer. Die weitere Entwicklung hänge davon ab wie Akteure in Diskussions- und Entscheidungsprozesse eingebunden und diesbezügliche gemeinsame Lösungen gefunden werden.

Anschließend angeregte Diskussionen 2017 Jägerfr. Diskussion1.1

 
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