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Hegering IX
Mitgliederversammlung 2017 in Itterbeck Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Mittwoch, den 05. Juli 2017 um 11:04 Uhr

Hegering IX wählte neuen Hegeringsleiter

 

Am 12. April 2017 fand die Jahreshauptversammlung des Hegering IX (Itterbeck-Getelo-Wielen) in der Gaststätte Dykhuis in Itterbeck statt. Vorhergegangen war an diesem Abend die Trophäenschau der Rehwildhegegemeinschaft Itterbecker Heide.

 

Eröffnet wurde die Versammlung letztmalig durch Hegeringsleiter Albert Lucas. Da er zum Kreisjägermeister ernannt wurde, stand er für das Amt des Hegeringsleiters nicht weiter zur Verfügung. Als besondere Gäste wurden an diesem Abend der stellvertretende Kreisjägermeister Reinhard Mönch, sowie Thomas Schomaker vom Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/Grafschaft Bentheim e.V. begrüßt.

 

Nach den Begrüßungsworten folgte die Totenehrung der verstorbenen Mitglieder. Danach wurde der Streckenbericht des Jagdjahres 2015/2016 durch Hegeringsleiter Albert Lucas verlesen. Es wurde wieder deutlich, dass die Niederwildbestände in den Revieren weiterhin rückläufig sind. Positiv zu erwähnen ist lediglich ein geringfügiger Anstieg beim Besatz der Feldhasen. Andere Niederwildarten sind weiterhin rückläufig. An dieser Stelle wurde unter anderem deutlich, dass ein professionelles Prädatoren-Management eine immer größere Rolle in der Niederwildhege spielt.

 

Nach dem Verlesen der Jagdstrecken wurden diese durch die anwesenden Jagdhornbläser verblasen. Weitere Tagesordnungspunkte waren an diesem Abend der Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüfer, sowie die Berichte der Obleute.

 

Geehrt wurde an diesem Abend für seine 40-jährige Mitgliedschaft Johann Lübbers aus Itterbeck. Weitere Ehrungen gab es für Berend Gortmann, Karsten Klokkers, Jan-Henning Legtenborg, Bernd Roolfs und Bernd Schüürmann. Sie alle konnten eine 25-jährige Mitgliedschaft im Hegering nachweisen. Nach Verlesung der jeweiligen Urkunden sowie dankenden Worten überreichte Lucas allen die Treuenadel der Landesjägerschaft Niedersachsen. Heinrich Meyer wurde an diesem Abend zum Ehrenmitglied ernannt.

2017 JHV hgr9

Bild v.l.n.r. Bernd Roolfs, stv. Kreisjägermeister Reinhard Mönch, Hegeringsleiter Gerhard Plöns, Kreisjägermeister Albert Lucas, Thomas Schomaker, Karsten Klokkers, Johann Lübbers und Heinrich Meyer. Es fehlen Berend Gortmann, Jan-Henning Legtenborg und Bernd Schüürmann.

 

Es folgte der wohl wichtigste Tagesordnungspunkt des Abends: Die Neuwahl des Hegeringsleiters. Hier wurde Gerhard Plöns aus Wielen vom Vorstand als neuer Hegeringsleiter den Mitgliedern vorgeschlagen. In der anschließenden offenen Wahl wurde er von der Versammlung einstimmig bestätigt. Im Amt des stellvertretenden Hegeringsleiters bleibt Heinrich Lügtenaar auch in Zukunft tätig. Auch diese Wahl wurde durch die Mitglieder einstimmig beschlossen. Außerdem wurde Kai Dieker aus Balderhaarmoor an diesem Abend zum neuen Obmann für Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Als neuer Kassenprüfer steht für die Dauer von 2 Jahren Arno Bartelt aus Uelsen zur Verfügung. Heinrich Wolters aus Itterbeck wird ihm für ein weiteres Jahr unterstützend zur Seite stehen.

 

Zum Abschluss des Abends hielt Thomas Schomaker vom Biotop-Fond der Jägerschaften Emsland/Grafschaft Bentheim e.V. einen Vortrag über die Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt:

 
2016 Hegeringsversammlung in Wielen Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Dienstag, den 07. Juni 2016 um 10:48 Uhr

Hegering IX beklagt illegale Motorcrossrennen

 

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Bild v.l.n.r. Hegeringsleiter Albert Lucas, Jan Boers, Gerhard Plöns und Zwier Hagmann. Es fehlt Jens Lübbers

 

Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Jäger des Hegerings IX (Itterbeck-Getelo-Wielen) wurde am 14. April 2016 im Heideschlösschen in Wielen Jan Boers für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft vom Hegeringsleiter Albert Lucas geehrt.

Jan Boers ist seit vielen Jahren Obmann für Hundewesen im Hegering IX sowie in der Jägerschaft Grafschaft Bentheim und vielen Jägern auch über die Kreisgrenze hinweg bekannt.

Weitere Ehrungen gab es an diesem Abend für Zwier Hagmann, Jens Lübbers und Gerhard Plöns. Sie alle konnten eine 25-jährige Mitgliedschaft im Hegering nachweisen. Nach Verlesung der jeweiligen Urkunden sowie dankenden Worten zeichnete Lucas alle vier mit der Treuenadel der Landesjägerschaft Niedersachsen aus.

 

Zu Beginn des Abends hatten die Mitglieder die Möglichkeit ab 18:00 Uhr die Hegeschau der Rehwildhegegemeinschaft Itterbecker Heide zu besuchen. Im Anschluss daran eröffnete Hegeringsleiter Albert Lucas die Versammlung und hieß die zahlreich erschienenen Mitglieder sowie Kreisjägermeister Gerrit Nykamp und Christian Kerperin von der Unteren Naturschutzbehörde recht herzlich willkommen.

 

In ihrem Jahresrückblick zeigten sich die Mitglieder sehr betroffen über den plötzlichen Tod ihres langjährigen Mitgliedes Geert Große Elbert, der über viele Jahre hinweg als Obmann für Naturschutz den Hegering IX und die Jägerschaft Grafschaft Bentheim aktiv begleitete. In einer Schweigeminute gedachten alle Anwesenden dem Verstorbenen und seine Verdienste für den Naturschutz.

 

Ebenfalls wurde über das im September stattgefundene 2. Grafschafter Steuobstwiesenfest berichtet. Diese Veranstaltung fand erstmalig auf dem Heidegut in Wielen statt und wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Das „Gut Springorum“ hatte sich hervorragend für solche Veranstaltungen angeboten, meinte Albert Lucas.

Der anschließend verlesene Streckenbericht machte deutlich, dass eine positive Bestandsentwicklung weiter auf sich warten lässt. Gerade im Hinblick auf Fasan, Kaninchen und Hase ist die Entwicklung erschreckend.

 Fasanenstrecke1

Anschließend informierte Kreisjägermeister Gerrit Nykamp die Mitglieder über Änderungen im Jagdrecht. Unter anderem ging er auf das Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichts über das Verbot von Halbautomaten mit wechselbaren Magazinen, die die Jäger dem Urteil nach künftig nicht mehr besitzen dürfen, ein. Laut Herrn Nykamp ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Eine erste Überprüfung durch den Deutschen Jagdverband habe neben inhaltlichen Mängeln in der Argumentation des Gerichts schwerwiegende verfassungsrechtliche Bedenken, insbesondere hinsichtlich des Eigentumsgrundrechts und des Prinzips der Gewaltenteilung ergeben. Höchstwahrscheinlich werde der Jagdverband dieses Urteil so nicht hinnehmen und das Verfahren vor dem Verfassungsgericht fortführen.

Daher bat der Kreisjägermeister die anwesenden Jäger diese Waffen vorerst nicht auf der Jagd oder auf dem Schießstand zu führen und diese auch nicht von Dritten zu erwerben oder Dritte zu überlassen.

 

Weiterhin wurde an diesem Abend der Kassenbericht des letzten Jahres verlesen. Die Kassenprüfer Berend Goortman und Heinrich Wolters hatten im Vorfeld die Kasse geprüft und bescheinigten dem Hegering eine ordentliche Kassenführung. Weitere Punkte der Tagesordnung waren die Berichte der Obleute sowie der Rehwildhegegemeinschaft „Itterbecker Heide“.

 

Als Vortragsredner konnte für diesem Abend Christian Kerperin von der Unteren Naturschutzbehörde gewonnen werden, der das kreiseigene Förderprogramm für Feuchtwiesen- und Wiesenvogelschutz vorstellte. Schutz und Entwicklung von Natur und Landschaft – das sind laut Kerperin nicht nur Maßnahmen der Behörde in den Schutzgebieten. Mindestens ebenso wichtig und für einen flächendeckenden Naturschutz unverzichtbar sind die „kleinen“ Maßnahmen von Privatpersonen (oft Landwirte und Jäger), die in der Öffentlichkeit in der Regel kaum wahrgenommen oder als selbstverständlich hingenommen werden.

Um hier Anreize zu schaffen, bietet die untere Naturschutzbehörde im Bereich Feuchtwiesen- und Wiesenvogelschutz ein Förderprogramm an. Das kreiseigene Feuchtwiesenprogramm dient vorrangig der Lebensraumsicherung und Entwicklung traditioneller Wiesenvogelgebiete. Es wurde 1989 ins Leben gerufen und wird seitdem regelmäßig für jeweils 5 Jahre verlängert.

Zurzeit sind über das Feuchtwiesenprogramm insgesamt 166 ha Grünland im Landkreis erfasst. Innerhalb dieser Gebietskulisse erhalten derzeit 30 Landwirte auf Basis freiwilliger Vertragsvereinbarungen eine jährliche Nutzungsentschädigung. Sie müssen hierfür während der Brut- und Aufzuchtszeit der Wiesenvögel bestimmte Auflagen einhalten.

Zur kreisweiten Kontrolle der Wiesenvogelbestände werden die Brutpaare in den Wiesenvogelgebieten durch ehrenamtliche Betreuer und Diplom-Biologen regelmäßig erfasst. Diese führen in den Monaten März bis Juni Paarkartierungen durch. Die Erfassungsergebnisse zeigen, dass die Bestände der meisten Wiesenvogelarten nahezu konstant gehalten werden können.

Zu den in der Grafschaft vorkommenden Wiesenvogelarten gehören laut Herrn Kerperin u.a. der Große Brachvogel, Uferschnepfe, Kiebitz, Rotschenkel, Bekassine und Austernfischer.

Zum Abschluss des Vortrages bedankte sich Hegeringsleiter Albert Lucas auch im Namen aller Anwesenden bei Christian Kerperin für den informativen Einblick in das kreiseigene Förderprogramm. Kerperin stellte heraus, dass er in Sachen Naturschutz der Jägerschaft immer gerne mit Rat und Tat zur Verfügung stehe.

 

Dieser Vorschlag wurde sofort von den Jägern aufgenommen, denn in den Itterbecker Revieren gibt es seit längerer Zeit ein Problem: Bei gutem Wetter fallen hauptsächlich sonntags wilde Horden von Motorcrossfahrern in die Gemeinde Itterbeck ein und führen illegale Rennen in den umliegenden Kiesgruben und Waldgebieten durch. Größtenteils stammen die Fahrer aus den Niederlanden, aber auch aus dem Osnabrücker und Westfälischen Raum hatte man schon Fahrer angetroffen. Diesem Einhalt zu gebieten ist laut der anwesenden Jäger sehr schwer. Christian Kerperin hat hierzu Stellung bezogen: Demnach haben Motorcross- oder auch Montainbikefahrer auf Fuß- und Waldwegen nichts verloren und handeln rechtlich unzulässig.

 


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